STOßWELLE (ESW-THERAPIE)


Die extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT) hat sich in den letzten Jahren zu einer neuen wegweisenden Therapieform in der Orthopädie entwickelt. Mit Hilfe von hochenergetischen Schallwellen können Patienten geheilt werden, bei denen andere konservative Therapiemöglichkeiten ausgeschöpft sind. Meist kann dem Patienten die Operation erspart werden.

Die ESWT verfügt über ein sehr breites Energiespektrum. Damit kann der Arzt optimal auf die jeweilige Erkrankung einwirken. Stoßwellen sind akustische Schallwellen, die gezielt in einem Brennpunkt (Fokus) gebündelt werden und dort ihre Wirkung entfalten. Stoßwellen werden seit vielen Jahren zur Zertrümmerung von Nierensteinen eingesetzt und haben sich dort sehr bewährt. Neben ihrer mechanischen Kraft, die zur Therapie eingesetzt wird, sind keine Nebenwirkungen bekannt. Die ESWT wird immer ambulant durchgeführt .

 

Zur Behandlung werden zwischen 1500 und 3500 Stoßwellen appliziert. Die Stoßwellentherapie ist eine nichtinvasive Therapie, die dem Patienten die üblichen Belastungen eines chirurgischen Eingriffs ersparen kann, d.h. keine Operationsnarben oder postoperative Infektionsgefahr. Folgende Krankheiten können mit ESWT behandelt werden: Kalkschulter, Tennisarm, Golferarm, Fersensporn, Verkalkung am Achillessehenansatz, verzögerte Knochenbruchheilung, Triggerpunktbehandlung, weitere Sehnenentzündungen und Muskelverletzungen.

 

Durchführung der ESWT: In aller Regel wird bei Bedarf die Behandlung mit lokaler Anästhesie durchgeführt und dauert zwischen 15 und 30 Minuten. Nach einer kurzen Ruhe- und Beobachtungsphase kann der Patient wieder nach Hause gehen. In der Regel reichen 5-10 Behandlungen im Abstand von ca. 1 Wochen aus. 

  

 

 

 

  

"Wichtiger Hinweis: Die Behandlung ist eine auf Erfahrung basierende Behandlungsmethode. Der Einsatz der Behandlung bei vielen Erkrankungen ist noch nicht nach den Grundsätzen der evidenzbasierten Medizin wissenschaftlich hinreichend abgesichert. Es existieren medizinische Studien, die die Wirksamkeit nachweisen, jedoch keine hochqualitativen, randomisierten, kontrollierten Studien, die den momentan höchsten wissenschaftlichen Standards entsprechen. Ein Erfolg kann nicht in jedem Behandlungsfall gewährleistet werden."